BS-InsO TAG 3.0 vom 7. Juni 2013 im Empire Riverside Hotel!

Hamburg. Aller guten Dinge sind drei, um gleich zu Beginn fünf Euro in das Phrasenschwein zu werfen. Zum dritten Mal hielt am 07.06.2013 die Bundesvereinigung der Sachbearbeiter in Insolvenzsachen e. V. (BS InsO) ihre jährliche Tagung ab.
Zum dritten Mal in Hamburg, zum zweiten Mal auf St. Pauli, zwischen sündiger Meile und Landungsbrücken.

Zu Beginn referierten Dipl.-Rpfl. Ernst Riedel und RA Dr. Matthias, Nicht über das Aufsichts- und Berichtswesen im Insolvenzverfahren.

Auch wenn damit ausdrücklich nicht nur die Aufsicht durch das Insolvenzgericht, sondern durch alle Verfahrensbeteiligten angesprochen war, ließ Riedel die besonderen Anforderungen der Gerichte an die Verwalter und deren Mitarbeiter nicht unerwähnt. Es war sogar etwas überspitzt vom »Aufsichtsunwesen« der Gerichte die Rede. In der Tat stehen viele Sachbearbeiter vor der Herausforderung, sich an die speziellen Anforderungen des einzelnen Gerichts oder sogar einzelner Abteilungen innerhalb eines Gerichts anpassen zu müssen. Bei dem Wunsch, diese Anforderungen anzugleichen, kollidieren die Anforderungen eines Qualitätsmanagements der Verwalterbüros, die das Gericht als Kunden verstehen, mit dem Erfordernis einer transparenten Verfahrensbearbeitung, die bei gleichen oder gleichartigen Anforderungen einfacher zu gewährleisten wäre. Zudem betonte Riedel die Schwierigkeiten auf Seiten der Rechtspfleger, die gesetzlichen Aufsichtspflichten angesichts der gestiegenen Anforderungen im Insolvenzbereich und der Defizite in der Ausbildung der Rechtspfleger in den Bereichen wie Rechnungswesen, Gesellschaftsrecht oder Arbeitsrecht vollumfänglich wahrzunehmen.
Text: Insolvenzsachbearbeiter Andreas Müller, White & Case Insolvenz GbR
Den ganzen Artikel aus der INDat-Report 04_2013 als PDF