BS INSO TAG 2.0 vom 27.04.2012 im Empire Riverside Hotel in Hamburg!

Hamburg. Die Anforderungen in der Insolvenzverwaltung steigen. Nicht zuletzt durch die GOI – VID wird eine ständige, nachweisbare Fortbildung auch für Sachbearbeiter gefordert. Die im September 2009 gegründete und zwischenzeitlich über 200 Mitglieder starke Bundesvereinigung der Sachbearbeiter in Insolvenzsachen e. V. (BS InsO) sieht eine ihrer Aufgaben in der umfangreichen Fortbildung dieser Berufsgruppe. Im Rahmen des 2. BS InsO-Tages am 27.04.2012 in Hamburg bestand sowohl für Mitglieder als auch für Externe die Möglichkeit, sich über bekannte als auch neue Herausforderungen im Insolvenzrecht zu informieren.

Nachdem bereits die erste Veranstaltung im Jahr 2011 für starkes Interesse gesorgt hatte, konnte der Vorsitzende Tobias Hartwig  über 100 Teilnehmer bei der zweiten Veranstaltung begrüßen.Dem Vorstand gelang es, RiAG Frank Frind/Amtsgericht Hamburg, Dipl.-Rpflin Anja Endert/westhelleundpartner, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, RA/Dipl.-Rpfl. Marc Kampfenkel/Willmer & Partner und Holger Busch/OFD Koblenz als Vortragende zu gewinnen. Frind referierte über die zwischenzeitlich aufgetretenen Problemeund den Ablauf des Eröffnungsverfahrens nach Inkrafttreten des ESUG zum 01.03.2012. Im Fokus stehe der unvollständige Schuldnerantrag i. S. d. § 13 InsO n.F., da nur ein vollständiger und damit zulässiger Antrag dem Insolvenzgericht eine Entscheidungsgrundlage zur Bestellung eines vorläuigen Gläubigerausschusses geben könne. Hierzu seien auch die Sachverständigen im Eröffnungsverfahren aufgefordert, das Gericht auf Unvollständigkeiten hinzuweisen, die bei deren Ermittlungen festgestellt werden. Insoweit ergebe sich auch ein Spannungsfeld, da ein unvollständiger Insolvenzantrag eine strafbewehrte Unterlassung der Insolvenzantragsplicht nach § 15 a InsO darstellen könne. Weiterhin wurden die sich ergebenden Probleme bei der Bestellung eines Gläubigerausschusses im Insolvenzverfahren erörtert, insbesondere was die Anzahl der Mitglieder und dessen Auswahl betrifft.

Text: Rechtsanwalt Dr. Dirk Hentrich, westhelleundpartner, Erfurt 

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