BS INSO TAG 1.0  vom 13.05.2011 im Empire Riverside Hotel in Hamburg!

Hamburg. Bei dem ausgebuchten ersten BS InsO-Tag der Bundesvereinigung der Sachbearbeiter in Insolvenzsachen e.V. am 13.05.2011 in Hamburg erlebten die Teilnehmer einen von namhaften Referenten präsentierten breiten Themenkanon von Insolvenzanfechtung über Qualität der Be- und Verwertung, Angemessenheit der Insolvenzverwaltervergütung bis zur Verwalterauswahl und Verwalterstrafbarkeit. Diskussionen waren ausdrücklich erwünscht.

Den ersten von Dipl.-Wirtschaftsjurist und BS-InsO-Vorstand Tobias Hartwig moderierten BS-InsO-Tag – der BS-InsO richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter von Insolvenzverwaltungen bzw. Unternehmen und Organisationen, die in der Insolvenzpraxis tätig sind sowie an Insolvenzverwalter und Treuhänder. Eröffnet wurd der BS-InsO-Tag souverän RA Prof. Dr. Jens M. Schmittmann, der sich mit dem zentralen Begriff der Zahlungsunfähigkeit in seinem interdisziplinären Kontext beschäftigte. Es kristallisierte sich heraus, dass zur Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit aus Sicht der Verwalterpraxis unter Berücksichtigung der BGH-Rechtsprechung zum einen die aus der Strafrechtspraxis gewonnenen Liquiditätsindizien (Nichtzahlung betriebsnotwendiger Lieferungen und Leistungen) sowie zum anderen auch die nicht zwingend geforderte Liquiditätsstatusbetrachtung herangezogen werden könnten. Schmittmann nahm eine zusammenfassende Einbettung des insolvenzspezifischen Begriffs der Zahlungsunfähigkeit in das Insolvenzanfechtungsrecht unter Berücksichtigung von Zurechnungs- und Beweislastfragen vor, wobei er den eloquenten Vortrag durch amüsant vorgebrachte Beispiele aus der Praxis auflockerte.

Text: Rechtsanwalt Manuel Ast, Insolvenzrechtskanzlei Engelmann Eismann Ast, Nürnberg 

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